06.06.2018

von B° RB

Die Glasstraße

Glashütten, Glastradition, Glaserlebnis 
Regensburg

Glaskunst im Klostergarten Waldsassen, der Naturerlebnisgarten und Umweltstation zugleich ist

Die Glasstraße ist eine der schönsten Ferienstraßen Deutschlands. Wer entlang der 250 Kilometer langen Glasstraße durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald unterwegs ist, entdeckt mehr als 700 Jahre Glasmachertradition. Glas in allen Variationen ist das Wahrzeichen der Region. Schon von weitem sieht man nahe der Stadt Regen den Gläsernen Wald mit seinen meterhohen Tannen, Fichten und Espen aus Flachglas. 

In Riedlhütte ragt der über fünf Meter hohe, gläserne Maibaum in den Himmel, die Gläserne Arche, zusammengesetzt aus 480 Glasscheiben, steht am Fuß des Lusen, die zweite Arche, funkelt in Frauenau vor dem Glasmuseum in den Gläsernen Gärten. In Zwiesel bestaunt man die größte Kristallglaspyramide der Welt, bei der sich 93.665 Kristallgläser auf 65 Ebenen stapeln, in Bodenmais das größte Weißbierglas, in Arnbruck den Skulpturengarten, in Viechtach die Gläserne Scheune. 

An der Glasstraße sieht man hautnah, wie die Glasmacher die flüssige Glasmasse zu Kugeln, Vasen oder Gläsern formen. In den Glashütten und Manufakturen wird das Wissen rund ums Glas von Generation zu Generation weitergegeben. Man kann beim Glasblasen zuschauen, miterleben, wie die Glasmaler ihre Motive aufs Glas zaubern oder dabei sein, wenn die Künstler in ihren Werkstätten das Kristall beim Vergolden, Schleifen, Polieren oder Gravieren veredeln. Wer mag, kann sich an der Glasstraße selbst als Glasmacher versuchen und zur Glasmacherpfeife greifen. Glas ist mehr als nur Glas. Das merken die Besucher schnell, wenn sie in den Museen oder Galerien unterwegs sind.

In Neustadt erfährt man im Glas- und Stadtmuseum mehr über die gläserne Geschichte der Stadt, die als europäisches Bleikristallzentrum gilt. In Passau gibt es die weltgrößte Sammlung böhmischen Glases zu bestaunen, in Plößberg den Nachbau einer Glasschmelzofenbau-Hütte, im Landestormuseum Furth im Wald Hinterglasbilder und Hohlgläser. Live erleben kann man in Viechtach, wie das Kunstobjekt Venusmaschine von Glaskünstler Reinhard Schmid entsteht, während man im Frauenauer Glasmuseum zu einer spannenden Gedankenreise durch die Geschichte des Glases aufbricht. Wer Interesse fürs Glas mitbringt, schlendert in Regen durch die größte private Sammlung an Schnupftabakgläsern oder bewundert in Waldmünchen Glaskunst im Berghof Gibacht und in Drachselsried in der Glasgalerie Herrmann die Werke von über 150 Glaskünstlern aus 30 Ländern. Glas ist ein so phantastischer Werkstoff, so mancher will hier einmal selbst Hand anlegen. 

Bei Workshops und Veranstaltungen kann man seine Experimentierfreude oder seine Leidenschaft für das Glas mit Gleichgesinnten teilen und beispielsweise an der Sommerakademie des Bildwerks Frauenau teilnehmen. 

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